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Ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?

Ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?

Das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern ist mittlerweile in Deutschland weit verbreitet. Das Risiko schwer krank zu werden ist jedoch um ein Vielfaches höher. Sie haben Ihr Eigenheim finanziert und haben aufgrund einer schweren Krankheit Einkommenseinbußen. Wäre es dann nicht schön, wenn ein Teil Ihres Hauskredites getilgt wird? Sie müssen einen teuren Spezialisten aufsuchen und sind nur gesetzlich versichert. Wäre es dann nicht schön, wenn jemand den Spezialisten bezahlt? Die Frage „Ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?“ wird im Folgenden beantwortet.

Was ist die Definition einer Dread-Disease-Versicherung?

Eine Dread-Disease-Versicherung kann mit „Versicherung gegen schwere Krankheiten“ übersetzt werden.
Die versicherten Krankheiten werden in der Dread-Disease-Versicherung vorher festgelegt.
In der Regel sind u.a. folgende Krankheiten versichert:

  • Krebs
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Angioplastie
  • Lebererkrankungen
  • Verlust von Gliedmaßen
  • Bypass-Operationen

Wird beim Vertragsinhaber eine schwere Krankheit diagnostiziert, erhält dieser die vertraglich vereinbarte Leistung. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung erhält der Versicherte bei der Dread-Disease-Versicherung eine Einmalzahlung. Die erhaltene Zahlung kann frei verwendet werden. Z.B. für folgende Ausgaben können mit dem erhaltenen Betrag bezahlt werden:

  • Tilgung der Immobilienfinanzierung
  • spezielle Behandlungen
  • teure Medikamente
  • Reha-Maßnahmen
  • Umbau von Haus, Wohnung oder Auto

Kann der Beruf nicht mehr ausgeübt werden, kann die Einmalzahlung auch zur Deckung der laufenden Kosten verwendet werden. Dann ist es sinnvoll, den Betrag als Auszahlplan anzulegen. Der Einschluss einer separaten Todesfallleistung ist ebenfalls möglich. In einigen Verträgen sind für bestimmte Krankheiten Wartezeiten vereinbart. Eine Leistung wird erst gezahlt, wenn die Krankheit eine bestimmte Zeit (z.B. 3 oder 6  Monate) nach Versicherungsbeginn diagnostiziert wurde. Vor Abschluss muss der Antragsteller eine umfangreiche Gesundheitsprüfung machen.

Welche Versicherungssumme soll ich versichern?

Die Versicherungssumme muss individuell ermittelt werden und hängt auch von den vorhandenen finanziellen Mitteln und den laufenden Kosten ab. Die im Krankheitsfall entstehenden Kosten für spezielle Behandlungen oder Umbaumaßnahmen können schnell 100.000 EUR erreichen.

Welche Anbieter gibt es bei der Dread-Disease-Versicherung?

Aktuell bieten folgende Gesellschaften eine Dread-Disease-Versicherung an:

  • Canada Life
  • Gothaer
  • Zurich Life
  • Nürnberger
  • die Bayrische

Die entscheindenden Unterschiede liegen in der Definition der versicherrten Krankheiten. Die meisten Leute denken bei einer schweren Erkrankung an eine Krebs-Erkrankung. Bei der Canada Life sind Krebserkrankungen im Stadium 1 nicht versichert, also Krebserkrankungen, wo weder Chemo-noch Strahlentherapie erforderlich ist. Die Nürnberger dagegen schließt keine Frühform aus und bietet ggf. eine Teilleistung an. Diese feinen Unetrschiede gibt es bei jeder versicherten Erkrankung. Ein genauer Bedingungsvergleich ist unerlässlich.

Fazit:

Die Dread-Disease-Versicherung kann als Ergänzung oder Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung genutzt werden. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kann die Anerkennung des Grades der Berufsunfähigkeit zu Streitigkeiten mit dem Versicherer führen. Zudem entfällt die Leistung, wenn sich der Grad der Berufsunfähigkeit verbessert hat. Bei der Dread-Disease-Versicherung ist der Leistungsfall eindeutiger geregelt. Liegt die Diagnose vor, wird die versicherte Leistung ausgezahlt. Vor Abschluss sollte darauf geachtet werden, wie der jeweilige Versicherer die Krankheiten definiert. Die Definitionen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Die Dread-Disease-Versicherung kann so abgeschlossen werden, dass der Versicherte bis zum 100. Lebensjahr Leistungen erhält.

Die neue Form der Absicherung genießt zunehmende Beliebtheit. Die Einmalzahlung für die Deckung der hohen Kosten im Krankheitsfall ist besser geeignet als die laufende Rentenleistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Frage „Ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll“ kann eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Insbesondere folgende Personen sollten über einen Abschluss nachdenken:

  • Personen mit einer Hauskredit
  • GKV-Versicherte
  • Selbständige

 

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