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EuregioFinanz – Der Finanzblog

Altersvorsorge für Frauen

Altersvorsorge für Frauen

Gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen der Altersvorsorge bei Frauen und Männern? Wir meinen ja. Deshalb haben wir diesen Beitrag geschrieben. Aber zunächst ein paar generelle Worte zum Thema Altersvorssorge.

Es ist wahrlich keine überraschende Neuigkeit: Aufgrund des demographischen Wandels reicht die gesetzliche Rente nicht mehr aus. Wir werden immer älter und gleichzeitig geht die Geburtenrate zurück. Folglich zahlen immer weniger Arbeitnehmer in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Haben früher drei Einzahler die Rente eines Rentners finanziert, müssen heute diese drei Einzahler bereits zwei Rentner finanzieren. Das Ergebnis: Die gesetzliche Rente wird immer geringer und die Versorgungslücke der Bürger damit immer größer. Wer im Rentenalter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss zusätzlich vorsorgen – und das möglichst frühzeitig!

Die Basis-Rente

Eine interessante Form der privaten Vorsorge ist die Basis-Rente, auch Rürup-Rente genannt. Sie wurde 2005 als staatlich geförderte Form der Altersvorsorge ins Leben gerufen. Der Staat fördert die Sparer durch eine hohe steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge. Wie die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können auch die Beiträge zur Basis-Rente im Rahmen der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens abgezogen werden. Ihr Alterssparen mindert also Ihre Steuerlast. Die Abzugsfähigkeit erhöht sich jährlich um 2%-Punkte (2018 sind 86% abzugsfähig) bis im Jahr 2025 dann 100% angerechnet werden. Maximal können Ledige 23.362 € und Verheiratete 46.724 € jährlich als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG absetzen.

Warum ist die Basis-Rente für Frauen interessant?

Oft haben gerade Frauen aufgrund von Lücken im Arbeitsleben einen erhöhten Bedarf im Bereich Altersvorsorge. Frauen werden statistisch deutlich älter als Männer. Seit 2013 ist jedoch eine Kalkulation getrennt nach Frau und Mann nicht mehr zulässig. Obwohl Frauen statistisch gesehen länger ihre Rente bekommen, bezahlen sie genauso viel, wie die Männer. Somit profitieren alle Frauen von der Unisex-Kalkulation. Zudem kann durch die hohe jährliche Förderung der Beiträge die größere Lücke in der Altersvorsorge aufgefangen werden. Deshalb ist die Rürup-Rente die ideale Altersvorsorge für Frauen.

Was spricht noch für die Basis-Rente?

Die Lebensversicherer haben in den letzten Jahren aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase massive Probleme ihre Garantieversprechen zu halten. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen aber bei den anderen geförderten Altersvorsorgeformen (Riester-Rente und betriebliche Altersversorgung) Garantien ausgesprochen werden. Bei Rentenversicherungen mit Garantien ist eine attraktive Verzinsung nicht mehr zu erwarten. Bei der Basis-Rente ist eine Garantie jedoch nicht erforderlich. Das ist in der aktuellen Situation ein entscheidender Vorteil. Jetzt werden Sie sich fragen warum ohne Garantie besser ist als mit Garantie. Garantien sind schlecht, weil Garantien Rendite kosten. Spricht ein Versicherer eine Garantie aus, muss er das Geld seiner Kunden viel vorsichtiger anlegen und kann deshalb keine hohe Rendite erwirtschaften. In der aktuellen Niedrigzinsphase kosten Garantien besonders viel Rendite.

Brauche ich überhaupt eine Garantie?

Das ist natürlich eine schwierige Frage. Das Bedürfnis nach Garantien ist in Deutschland ja besonders ausgeprägt. Aber wie schon weiter oben erwähnt kostet jede Garantie Rendite. Wer etwas anderes behauptet, lügt. Die Garantie bei der Basisrente besteht darin, zum Rentenbeginn eine lebenslang garantierte Rente zu versprechen. Die Gesamtrente bei Rentenbeginn besteht dann aus einer garantierten Rente und einer zusätzlichen Gewinnrente, die nicht garantiert wird. Langfristig kann eine höhere Rendite aber nur mit Aktien erwirtschaftet werden. Höhere Rendite? In Aktien investieren für die Altersvorsorge? Da gehen wahrscheinlich bei Vielen die Alarmlampen an. Wäre eine Altersvorsorge mit Aktien mit geringem Risiko verbunden, könnten Sie auf eine Garantie verzichten.

Wie kann ich das Risiko einer Altersvorsorge mit Aktien verringern?

Es gibt 3 Strategien mit denen Sie das Risiko verringern können:

  • lange Laufzeit
  • Risikostreuung
  • Cost-Average-Effekt nutzen

Lange Laufzeit

Je länger Sie in Aktien investieren, umso geringer ist das Verlustrisiko. Ab einem Anlagezeitraum von 20 Jahren verlieren Sie selbst im schlechtesten Fall kein Geld.

Risikostreuung

Risikostreuung bedeutet, dass Sie nicht alle Eier in einen Korb legen sollten. Also in Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen investieren. Hier können Sie eine Streuung nach folgenden Kriterien vornehmen:

  • Länder
  • Branchen
  • Größe der Unternehmen
  • Währungen

Dass sollten Sie aber auf keinen Fall selbst machen. Dazu gibt es jede Menge Investmentfonds, die das sehr gut können.

Cost-Average-Effekt nutzen

Cost-Average-Effekt bedeutet, dass Sie etwas zu Durchschnittskosten kaufen. In unserem Fall kaufen Sie jeden Monat für einen festen Betrag, zum Beispiel 100 EUR, Anteile an einem Investmentfonds (bei der Basisrente übernimmt das der Versicherer für Sie). Da Sie jeden Monat den gleichen Betrag investieren, kaufen Sie automatisch viele Anteile, wenn der Kurs des Investmentfonds nach unten geht und wenige Anteile, wenn der Kurs nach oben geht. Sie kaufen also zu Durchschnittskosten und laufen nicht Gefahr nur zu Höchstkursen zu kaufen.

Fazit

Wir empfehlen als Altersvorsorge für Frauen eine fondsgebundene Basisrente aus folgenden Gründen:

  • Sie profitieren von der Unsisex-Kalkulation
  • hohe Beiträge werden steuerlich gefördert
  • höhere Rendite durch Anlage in Investmentfonds ohne Garantie

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